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Erste Hilfe
Notfälle
Pflege nach Operationen
Impfungen
Kastration
 

Erste Hilfe

Blutungen
Blutungen können meist durch Druck mit der Hand oder durch Anlegen eines Druckverbandes zum Stillen gebracht werden. Sollte ein Druckverband angelegt werden, muss er allerdings nach spätestens 20-30 Minuten wieder entfernt werden, da es sonst zu einem Abschnüren der Blutversorgung kommen kann.

Durchfall-Erbrechen
Sollte es sich nur um eine Magen-Darmverstimmung handeln, hilft meist 24stündiges Fasten und anschließend Schonkost (Huhn mit Reis, weißer Fisch, Nudeln, etc). Wichtig ist, dass immer für eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gesorgt wird!

Fremdkörper
Können in der verschiedensten Formen darstellen. Das wichtigste ist jedoch, dass sie entfernt werden. Egal ob es sich dabei um einen Tennisball im Maul Ihres Hundes handelt oder um einen Schiefhansl in Auge, zwischen den Zehen, äußeren Gehörgang, etc. Im Zweifelsfall vorher mit dem Tierarzt telefonieren oder den Tierarzt aufsuchen.

Hitzschlag
Bei extremer Hitze oder in geschlossenen Räumen (meist in abgestellten Autos mit verschlossenen Fenstern). Das Tier hat eine stark erhöhte innere Körpertemperatur, hechelt und kann gänzlich kollabieren. Je nach Schweregrad genügt es entweder das Tier an einen kühlen Platz zu bringen, es können aber auch kühle Bäder oder Alkoholwickel erforderlich sein. Feststellen, ob es sich um einen Hitzschlag handelt, kann man durch einfaches Fiebermessen (Körpertemperatur kann bis über 43°C erhöht sein!)

„Rinnende“ Augen
Handelt es sich um eine einfache Bindehautentzündung, kann Baden mit sehr stark verdünntem Käsepappel- oder Kamillentee Linderung bringen, sollte es sich allerdings um eine Hornhautverletzung handeln (meist kombiniert mit Reiben des Auges und Zusammenpressen der Augenlider, allerdings nur mit speziellen Untersuchungsmittel zu unterscheiden), ist eine Behandlung des Auges durch den Tierarzt unbedingt erforderlich!

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren!

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Notfälle

Hier die wichtigsten Notfälle, bei denen sofort der Tierarzt kontaktiert werden sollte:

Magendrehung
Betroffen sind vor allem große Hunderassen, meist wenn es nach dem Fressen durch übermäßige Bewegung zur Drehung des Magens kommt. Der Magen des Hundes bläht sich rasant schnell auf und der Bauchumfang vergrößert sich zusehends, meist würgt der Hund, kann aber nichts produktives Erbrechen und es kann zum totalen Kreislaufzusammenbruch kommen. Da es sich in diesem Falle um eine akute Notsituation handelt und meist nur durch sofortige Operation Überlebenschancen bestehen, so schnell wie möglich den Tierarzt kontaktieren!

Unstillbare Blutungen
In den meisten Fällen kann eine Blutung durch Druck zum Stillstand gebracht werden, sollte allerdings eine große Vene oder Arterie betroffen sein, ist manueller Druck oder ein Druckverband oft nicht ausreichend.

Giftaufnahme
Abhängig von der Art des Giftes (Rattengift, Schneckenkorn, Tabletten, Herbizide, etc.) kann eine Aufnahme zu unterschiedlichen Symptomen mit unterschiedlicher Schwere führen. Dies kann sich von Erbrechen-Durchfall, zentralnervalen Symptomen, Nierenproblem zu Blutungen erstrecken. Falls das Tier innerhalb von 1-2 Stunden nach Giftaufnahme vom Tierarzt zum Erbrechen gebracht wird, können oft Folgeerscheinungen vermieden werden! Bitte auch (falls vorhanden) immer eine Probe des vorgefundenen Giftmittels mitnehmen, da bei Kenntnis des Giftes eine gezielte Therapie möglich ist!

Atemnot
Jegliche Form von akuter Atemnot, vor allem wenn die Schleimhäute des Tieres leicht bläulichen Charakter (Zyanose) haben sollten.

Erbrechen oder anhaltender Durchfall bei Hunde- und Katzenwelpen unter 3 Monaten

Bandscheibenvorfall
Betroffen sind vor allem Dackel und andere Kleinhunderassen. Sollte sich die vorgefallene Bandscheibe im Rückenbereich befinden, kommt es zu einer kompletten Lähmung der Hinterextremitäten, oft mit dem Unvermögen Harn und Kot abzusetzen. Befindet sich die (partiell) vorgefallene Bandscheibe im Halsbereich, kann es zu unterschiedlicher Symptomatik kommen, entweder der Lähmung einer oder mehreren Extremitäten (manchmal auch nur ein Vorderextremität betroffen) bis zu „betrunkenem“ Gangbild.

Schwere allergische Reaktionen
Es kommt bei milder Reaktion nur zu einer lokalen Schwellung in der Haut, bei schwerwiegenderen Fällen kann es auch zu Atemdepression, Zuschwellen der Atemwege und Herz-Kreislaufversagen kommen.

Blockierte Harnröhre
Vor allem beim Kater kann es durch Harnsediment oder Harnsteine zu einer Verlegung der Harnröhre kommen. Das Tier kann trotz immerwährendem Versuchen (meist unter Schmerzen) nicht mehr Harn absetzen, es kommt zu einer Vergrößerung der Harnblase durch den produzierten Urin, was als Folge die Nieren schädigen kann und bei übermäßiger Dehnung der Harnblase sogar zum Reißen der Harnblase führen kann.

Anämie
Ein Abfall der im Blut zirkulierenden roten Blutkörperchen kann vielerlei Ursache haben: Blutungen (entweder äußerlich sichtbare oder innerliche), Blutparasiten oder autoimmunbedingte Anämien. Am einfachsten kann man eine Anämie durch Kontrolle der Schleimhäute erkennen. Wirft man einen Blick auf die Innenseite der Lippe, sollte diese normalerweise rosarot sein (bei pigmentierten Tieren kann sie auch schwarz sein, das ist allerdings ganz normal!). Liegt eine Anämie vor, erscheinen die Schleimhäute weiß bis blassrosa. Auch hier ist je nach Ursache (vor allem bei inneren Blutungen, wie bei Lungenblutungen oder Blutungen in den Bauchraum vor allem nach Milzruptur) oder bei Babasien (Blutparasiten) sofortiges Kontaktieren des Tierarztes erforderlich!

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren!

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Pflege nach Operationen

Als Resultat der Narkose kann Ihr Tier für bis zu 48 Stunden etwas müde sein. Am besten ruhig und warm halten und „Schonkost“ füttern.

Falls Ihr Tier äußerlich sichtbare Nähte hat, muss darauf geachtet werden, dass Ihr Tier diese nicht selbst entfernt oder durch übermäßiges Schlecken die Wunde entzündlich verändert. Durch Tragen einer Halskrause kann dies verhindert werden. Kein Tier trägt gerne eine Halskrause und stößt anfänglich überall dagegen, jedoch gewöhnt sich jedes Tier mehr oder weniger schnell daran.

Da bei den meisten Operationen auch innere, nicht sichtbare Nähte platziert wurden (vor allem bei Operationen im Bauchraum muss die Bauchdecke wieder zugenäht werden), sollte Ihr Hund die ersten 10 Tage nur zu kurzen Spaziergängen an der Leine animiert werden, Katzen sollten nicht ins Freie.

Leichtes Anschwellen einer Wunde für ein paar Tage nach der Operation kann der Normfall sein, da sich Gewebsflüssigkeit (Serom) ansammelt. In fast allen Fällen absorbiert sich die Flüssigkeit von alleine wieder, in seltenen Fällen muss diese abpunktiert werden.

Verbände müssen unbedingt trocken gehalten werden! Sollte es draußen feucht sein, muss der Verband beim Gassi gehen mit einem Plastiksack abgedeckt werden, sofort nach Heimkehr diesen aber bitte wieder entfernen!

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Impfungen

Folgende Impfungen sind für den Hund verfügbar:

Kombinationsimpfung
Beinhaltet die Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose, Coronavirus und Virushusten. Diese muss im ersten Jahr zweimal (im Abstand von 4 Wochen) verabreicht werden, danach reicht eine jährliche Auffrischungsimpfung. Hundewelpen müssen für die erste Impfung 8 Wochen alt sein.

Tollwut
Auch hier wird im ersten Jahr eine zweimalige Impfung im Abstand von einem Monat empfohlen, danach jährlich Auffrischung, Mindestalter bei Welpen sollte 12 Wochen sein.

Borelliose
Gegen die von Zecken übertragenen Krankheit kann ebenfalls ab der 8. Lebenswoche geimpft werden, auch hier erfolgt nach einer zweimaligen Grundimmunisierung eine jährliche Auffrischung.

 

Bei der Katze sind folgende Impfungen verfügbar:

Katzenseuche-Katzenschnupfen
Ab der 9. Lebenswoche, wiederholt nach drei Wochen und Auffrischung einmal jährlich.

Leukose:
Zweimalige Grundimmunisierung, danach jährliche Auffrischung, Leukosetest eventuell vorher empfehlenswert.

Tollwut
Ab der 12. Lebenswoche, ebenfalls zweimalige Grundimmunisierung und jährliche Auffrischung.

FIP
Intranasale Impfung möglich, vorher Bluttest erforderlich

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Kastration

Bei der Kastration der Katze, Kater, Rüde, Hündin, Kleintier ist eine Vollnarkose erforderlich, da es sich um einen operativen Eingriff und die Entfernung der Geschlechtsorgane handelt. Beim männlichen Tier werden die Hoden entfernt, die Hodensäcke bleiben jedoch erhalten. Normalerweise ist es ein relativ kleiner Eingriff, da sich die Hoden bei fast allen männlichen Tieren außerhalb der Bauchdecke befinden. Nur falls die Hoden nicht vollständig abgestiegen sind und es sich um einen sogenannten Kryptorchiden handelt, muss ein oder beide Hoden aus der Bauchhöhle entfernt werden. Da diese um vieles leichter tumorös entarten können, ist diese Operation aber auf jeden Fall zu empfehlen.

Bei weiblichen Tieren werden Eierstöcke und Uterus entfernt. Um an diesen zu gelangen, muss die Bauchdecke eröffnet werden, in den meisten Fällen ist aber auch hier nur ein sehr kleiner Schnitt notwendig.

 

Warum überhaupt kastrieren?

Bei Katern und Katzen herrscht seit dem 1.1.2006 Kastrationspflicht bei allen freigängigen Katzen, davon ausgenommen sind nur Zucht- und Bauernkatzen.

Bei Hündinnen reduziert eine frühzeitige Kastration (optimaler Zeitpunkt 3 Monate nach der ersten Läufigkeit) das Vorkommen von Mammatumoren („Brustkrebs“) erheblich. Außerdem können nach der Läufigkeit auftretenden Scheinträchtigkeiten mit Milchbildung im Gesäuge zu großem Unwohlsein und Abszessen in der Milchdrüse führen. Ein Monat nach Ende der Läufigkeit kann (vor allem im fortgeschritteneren Alter) es auch häufig zu einer sogenannten Pyometra (Uterusentzündung) führen, die zu einer sofortigen Notoperation Anlass geben kann. Ungewollte Trächtigkeiten sind auch nicht mehr möglich

Dem gegenüber stehen als Nachteile nur eine Verlangsamung des Stoffwechsels und somit eine leichtere Gewichtszunahme, die allerdings durch weniger Füttern oder Füttern eines kalorienreduzierten Futters leicht vermieden werden kann. Kastrierte Hündinnen neigen auch öfters dazu, im Alter inkontinent (=Harnträufeln) zu werden, das kann aber durch Gabe von Medikamenten behoben werden.

Die Vorteile einer Kastration beim Rüden reichen von Verhaltensänderungen (verminderte Aggressivität anderen Rüden gegenüber, weniger Streunern wenn läufige Hündinnen in der Nachbarschaft sind) bis hin zu medizinischen, da einige Erkrankungen hormonell bedingt sind: Prostataprobleme, die vor allem bei sexuell hyperaktiven Hunden sehr verbreitet sind, treten bei kastrierten Rüden so gut wie fast nie auf, genauso wie Perinealhernien (=Sackartige Erweiterung des Enddarms) und Zirkumanaltumore (Tumor um den Anus). Auch Hodentumore können durch Kastration ausgeschlossen werden.

Einziger Nachteil der Kastration ist wie bei der Hündin eine Gewichtszunahme bei selber Futtermenge, aber auch da kann man durch Reduzierung der Futtermenge als Besitzer das Gewicht des Rüden regulieren.

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren!

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